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Benjamin vom Kaffeehandel Distl stellt sich vor


Wie gibt man einer Kaffeefarm, genauer der Rancho San Felipe, eine Zukunft? Wege gibt es viele. Wir haben mit Benni vom Kaffeehandel Distl gesprochen und ihn gefragt, welchen Weg er mit seiner Lebensgefährtin Melisa und deren Schwester Jimena geht.
Mats Weller, Benni vom Kaffehandel Distl und Philip Weller zusammen in Günterstal. Titelbild zum Blogbeitrag.

Melisa und Jimena de Gasperín kommen aus einer Kaffeefamilie. Sie betreiben die Rancho San Felipe in vierter Generation. Benni und Melisa haben sich während des Studiums in Mexiko kennengelernt. Melisa studierte damals Architektur und ist anschließend mit Benni zusammen in die Schweiz ausgewandert. Das war, bevor sie sich zusammen mit ihm und Jimena entschieden hat, die Kaffeefarm auf Vordermann zu bringen.

Wer will 10 Tonnen Specialty Coffee kaufen?

Als Benni 2019 den Kaffeehandel Distl als Einzelunternehmen gründet, hat er viel vor. Er verschifft 10 Tonnen Rohkaffee nach Europa, ohne einen einzigen Kunden zu haben. Niemand weiß, ob der Plan aufgeht, aber Benni und Melisa glauben an den Erfolg ihres Spezialitätenkaffees. Aber das war gar nicht die größte Hürde, verrät er uns.

Bevor die 10 Tonnen ihren Weg nach Europa antraten, mussten sie nämlich erst einmal produziert werden: „Ohne Erfahrung und eine passende Infrastruktur Spezialitätenkaffee zu produzieren, war eine echte Herausforderung,“ erinnert sich Benni. „Ich bin damals ziemlich naiv an die Sache herangegangen. Wir hatten zwar eine lose Vereinbarung mit einem führenden Unternehmen im globalen Kaffeegeschäft, aber dass die platzen könnte, daran habe ich nicht gedacht.“

Eigentlich war geplant, dass 7–8 Tonnen des Rohkaffees bei diesem Unternehmen landen sollten und der Rest in der Schweiz. Das war dank des geplatzten Deals unrealistisch und Benni musste seine Fühler in Richtung EU ausstrecken. „Die Zeit war eine Herausforderung, aber auch sehr lehrreich,“ sagt er.

Kaffee in fair für alle

Als Benni zusammen mit Melisa und Jimena de Gasperín entschied, die Cafetalera San Felipe (Cafetalera ist Spanisch für Kaffeeplantage) weiterzuführen, war eins schnell klar: Fair soll es zugehen, und zwar für Produzenten, Angestellte und die Umwelt. Das Produkt musste also teurer und damit hochqualitativer werden.

Um sich zu finanzieren, arbeiten Benni und Melisa die ersten zwei Jahre noch in Teilzeit in der Schweiz. 2021 entscheiden sie sich, zusammen nach Mexiko zu gehen. Melisa arbeitet jetzt in Vollzeit auf der Ranch, wo Benni neben seinen Aufgaben in Europa (Import, Vertrieb) gelegentlich als Röster unterstützt. Im Sommer 2022 hat er auch sein eigenes Café eröffnet.

Für ihren Spezialitätenkaffee arbeiten die beiden mit 20 Familien aus der Sierra de Gallego Veracruz zusammen. Sie bewirtschaften vergleichsweise kleine Flächen von 0,1–1 Hektar. Bei der Kaffeeernte zwischen Oktober und März pflücken  die Farmer:innen ausschließlich reife Kirschen, die anschließend bei einer Sammelstelle in Paredones landen (engl. picking, mehr dazu im Artikel zur Kaffeeernte).

Hier schaut Señora Eugenia nach dem Rechten. Sie sammelt, wiegt, sortiert und zahlt die Farmer:innen aus. Jeden Abend kommt die Tagesernte dann zur Farm San Felipe, um sie weiterzuverarbeiten. Seit einigen Jahren arbeiten die de Gasperíns auch mit Señor Jose Reyes zusammen. Sie beraten ihn bei Kaffeeanbau und Aufbereitung. Die bessere Qualität erzielt höhere Preise auf dem nationalen Markt, den die Schwestern bedienen.

Melisa und Jimena de Gasperin mit Jutesäcken von Cafe San Felipe.

Melisa und Jimena de Gasperin mit Jutesäcken von Cafe San Felipe.

Nachhaltige Initiativen auf der Cafetalera San Felipe

Benni und Melisa arbeiten daran, auf der Ranch wieder mehr wilde Arten von Pflanzen und Tieren zu beheimaten. Über ein staatlich gefördertes Programm sind mehrere Biologen, Chemiker und ein Tierarzt auf der Ranch tätig, um ein biologisches Kreislaufsystem wiederherzustellen und den negativen Einfluss durch die Produktion zu vermindern.

Zu ihrem Umweltengagement gehört auch, dass sie gerade ausloten, wie sie ihren eigenen Kompost aus vorhandenem Material herstellen können und diesen auch mit den Produzent:innen zu teilen. „Am vielversprechendsten ist zurzeit eine Mischung von Hühnermist und Pulpe,“ erzählt uns Benni. „In Kürze starten wir auch mit dem Bau eines „humedal“, einem Naturteich und Wasserkreislauf, durch den das verunreinigte Wasser geklärt wird, bevor wir es zurückleiten oder wiederverwenden.“

Seit 2021 bauen sie auch Lebensmittel auf der Farm an und streben eine Selbstversorgung an, soweit das möglich ist. Um all das zu zeigen und zu teilen, bieten Melisa und Jimena auch Touren für Touristen an, in denen diese die Biodiversität der Ranch und die Kaffeeproduktion kennenlernen. An den Agritourismus-Touren erfreuen sich auch Schulklassen, denen die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Artenvielfalt und Naturschutz so verständlicher wird.

Man merkt schnell, dass Benni beim Thema Umwelt Feuer und Flamme ist. Er erzählt uns, dass der Pflanzen- und Tierbestand auf der Ranch minutiös katalogisiert wird. „Außerdem züchten wir „Abejas Meliponas“, eine endeme Bienenart aus der Zeit der Maya, sowie Hasen und verschiedene Hühnerarten. Dazu kommt unsere Kräuterseitlingsproduktion, die wir bald auf Champignons ausweiten. Wir injizieren die Pilzsporen in ein Substrat aus sterilisierter Pulpe," sagt Benni. „Ziel ist eine möglichst runde Kreislaufwirtschaft.“

So kommt der Kaffee aus Mexiko nach Deutschland

Ist die Aufbereitung des Kaffees auf der Rancho San Felipe abgeschlossen, geht es per Logistikunternehmen zum Hafen von Veracruz. Von dort aus tritt der Rohkaffee seine Schiffsreise in Richtung Deutschland an. Das Lager der Cafe San Felipe GmbH, so der offizielle Name von Bennis Unternehmen, ist in Singen am Bodensee.

Wir beziehen von Benni und Melisa Spezialitätenkaffee, den wir als Single-Origin-Espresso (MEXICO San Felipe) und als Lowcaf-Blend mit weniger Koffein anbieten. Mehr Eindrücke von Melisa, Jimena, Benni und der Rancho San Felipe findest du auf Instagram.

Nächster Halt: Lieblingskaffee

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