Titelbild zur Anleitung für Cold Brew. Zu sehen ist ein Cold Brew in einem 250-ml-Glas auf einem Tisch des Café Marcel.

Anleitung für Cold Brew

Cold Brew ist das ideale Sommergetränk für alle Kaffeefans. Ob pur mit Eiswürfeln oder Tonic Water: Wer im Sommer ein erfrischendes Getränk sucht, liegt mit Cold Brew goldrichtig.

Was du für die Cold-Brew-Zubereitung brauchst

Was ist Cold Brew?

Wer Kaffee brüht, denkt in der Regel an eine Kombination aus Kaffeebohnen und heißem Wasser mit einer Temperatur um die 90 °C. So, wie Kaffee eben gemacht wird – klar. Vor einigen Jahren ist aber eine andere Methode der Kaffeezubereitung nach Deutschland geschwappt, die vor allem im Sommer die Gemüter der Kaffeefans erfreut. Die Rede ist vom japanischen Cold Brew, bei dem statt heißem Wasser kaltes Wasser verwendet wird, um den gemahlenen Kaffeebohnen ihre Inhaltsstoffe zu entlocken. Die Zubereitung könnte leichter kaum sein und der Kaffee schmeckt wunderbar – vorausgesetzt, wir nutzen hochwertige Kaffeebohnen.

Kaffee für Cold Brew mahlen

Da bei der Zubereitung von Cold Brew typischerweise eine sehr lange Kontaktzeit zwischen Kaffeemehl und Wasser besteht, müssen wir hier sehr grob mahlen. Ansonsten kommt es schnell zu einer Überextraktion, die deinen Kaffee bitter und dumpf schmecken lässt. Wir lieben fruchtigen Cold Brew, für den wir unsere vergleichsweise hell gerösteten Single-Origin-Kaffeebohnen verwenden. Pro Liter Wasser verwenden wir dafür 75 g gemahlenen Kaffee. Für dunklere Röstungen empfehlen wir etwa 65 g Kaffeemehl auf einen Liter Wasser.

Cold Brew zubereiten

Für die Zubereitung von Cold Brew brauchen wir neben dem Kaffeemehl ein Gefäß, in das die gewünschte Menge des Getränks passt. Da sich Cold Brew im Kühlschrank einige Tage lang hält und auch geschmacklich stabil bleibt, kann es sich lohnen, eine größere Menge zuzubereiten. Wir arbeiten für diese Anleitung mit einer Karaffe mit einem Fassungsvermögen von einem Liter. Wir geben das Wasser (alles zum idealen Kaffeewasser liest du hier) in unseren Cold-Brew-Maker und füllen unsere 75 g gemahlenen Kaffee in den Filter. Cold Brew Maker gibt es von verschiedenen Firmen, zum Beispiel von Hario. Sie sind in der Regel mit einem fest installierten, wiederverwendbaren Filter ausgestattet.

Jetzt senken wir den Filter in das Gefäß und verschließen es. Dieses stellen wir an einen lichtgeschützten Ort bei Raumtemperatur. Nach 12 Stunden ist der kalt gebrühte Kaffee fertig.

Cold Brew anrichten

Wir trinken unseren Cold Brew am liebsten mit drei oder vier Volleiswürfeln, damit er möglichst lange schön kalt und erfrischend bleibt, ohne zu verwässern. Wenn du magst, kannst du noch einen Streifen Orangenschale hinzugeben, die wunderbar mit dem Geschmack von Cold Brew harmoniert.

Lass es dir schmecken!

Indonesia Aromanis Filterkaffeebohnen von Günter Coffee Roasters.

Cold-Brew-Variation: Tonic Water für mehr Spritzigkeit

Auch wenn Cold Brew an sich schon richtig gut schmeckt, lässt sich das kalte Kaffeegetränk auch sehr gut erweitern, spritziger machen und verfeinern. Wir lieben zum Beispiel Cold Brew Tonic, für den wir den Kaffee 1:2 mit Tonic Water mischen. Die Kohlensäure aus dem Tonic Water macht das Getränk spritziger und dadurch geschmacklich noch erfrischender. 

Cold Brew lässt sich, wie andere Kaffeegetränke, auch gut mit Milch oder Milchalternativen mischen und genießen. Das verleiht dem Getränk mehr Cremigkeit und Substanz.

Unterschied Cold Brew und Iced Coffee

Cold Brew und Iced Coffee, beispielsweise Iced Flat White, sind nicht das Gleiche. Bei der Zubereitung von Cold Brew verwenden wir nie heißes Wasser, der komplette Vorgang der Zubereitung ist kalt. Dagegen sind Kaffeegetränke, in deren Namen das Wort Iced vorkommt, immer heiß aufgebrüht. Abgekühlt werden sie erst durch die zugesetzten Eiswürfel, die zuerst ins Glas oder in die Karaffe kommen, bevor wir den Kaffee, ob Espresso oder Filterkaffee, hinzugeben.

Falls du andere kalte Kaffeegetränke ausprobieren möchtest, erklären wir dir in unseren Anleitungen, wie es geht:

Wie lange kann man Cold Brew aufbewahren?

Im Kühlschrank hält sich Cold Brew in einem verschlossenen Gefäß problemlos eine Woche lang. Es lohnt sich deshalb, gleich eine größere Menge des Getränks zuzubereiten.

Woher kommt Cold Brew?

Die genaue Herkunft des Cold Brew ist nicht eindeutig geklärt, da die Zubereitung von kalt gebrühtem Kaffee über verschiedene Kulturen und Zeiträume hinweg praktiziert wurde. Die englische Zeitung Guardian geht davon aus, dass der kalt gebrühte Kaffee im 17. Jahrhundert in Japan entstanden ist. Damals soll es eine Methode gegeben haben, bei der grob gemahlener Kaffee über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht wurde, um ein Getränk herzustellen, das auch auf Reisen über längere Zeit und ohne zusätzlichen Aufwand konsumiert werden konnte.

Unabhängig von den genauen Ursprüngen des Cold Brew erfreut sich diese Methode heute weltweit großer Beliebtheit. Sie hat sich zu einer eigenständigen Kategorie des Kaffeegenusses entwickelt und wird in vielen Cafés und Haushalten auf der ganzen Welt genutzt, um bei heißen Temperaturen für aufweckende Abkühlung zu sorgen.

Woher hat Cold Brew seinen Namen?

Die Namensgebung für Cold Brew leitet sich aus der Zubereitungsmethode ab. Das Kaltgebräu wird mit kaltem Wasser anstatt mit heißem Wasser hergestellt bzw. gebrüht. Im Deutschen ist der Name etwas paradox, da beim Brühen davon ausgegangen wird, dass heißes Wasser im Spiel ist.

Schön, dass du bis hierhin gelesen hast!
Dieser Artikel wurde zuletzt am 14.06.2023 aktualisiert. Wir überprüfen unseren Blog regelmäßig auf Aktualität und freuen uns immer über Feedback, entweder als Kommentar zum Beitrag oder per Mail an nico@guentercoffee.com.

Schreibe einen Kommentar

Alle Kommentare werden vor dem Veröffentlichen geprüft.

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen von Google.

5 % Rabatt sichern 📯

Melde dich zum Newsletter an und spare 5 % bei deiner nächsten Kaffee-Bestellung. Außerdem erfährst du immer direkt von neuen Kaffees, spannenden Blog-Artikeln und Specials.