Du stehst in der Küche, das Wasser kocht, die Tasse wartet – aber wie viel Kaffeepulver brauchst du eigentlich genau? Keine Sorge, du musst jetzt keine Feinwaage kalibrieren. Zwar schwören wir bei Günter Coffee darauf, den perfekten Geschmack auf das Zehntelgramm genau auszuloten, aber im Alltag, in der WG-Küche oder bei Bekannten muss oft auch ein einfaches Maß ausreichen.
Damit du nicht lange scrollen musst, haben wir dir die Kaffeemenge für die gängigsten Zubereitungsarten kompakt zusammengefasst.
Das kleine Löffel-Einmaleins
Bevor wir zu den Methoden kommen, hier deine wichtigste Orientierungshilfe, falls du ohne Waage arbeitest:
- 1 gehäufter Teelöffel: ca. 3 bis 4 Gramm Kaffeepulver
- 1 Kaffeelot (gestrichen): ca. 7 Gramm Kaffeepulver
- 1 gehäufter Esslöffel: ca. 7 bis 9 Gramm Kaffeepulver
Hinweis: Wir rechnen in den Beispielen immer mit einer schönen, großen Tasse bzw. einem Becher (ca. 250 ml Wasser), außer beim Espresso.
Die Kaffeemenge je nach Zubereitung
Klicke einfach auf deine Zubereitungsart und hol dir direkt die richtige Dosierung:
Für welche Zubereitungsmethode musst du die Menge Kaffeemehl bzw. Kaffeepulver wissen?
- Ich habe hier gerade einen Espressokocher/ein Herdkännchen
- Ich stehe vor einer Filterkaffeemaschine bzw. einem Handfilter
- Ich brühe mit der Stempelkanne/French Press
- Ich halte einen Siebträger in der Hand
- Ich koche mit einem Cezve/Ibrik
1. Espressokocher (Herdkännchen / Bialetti)
Die wohl entspannteste Methode, denn du musst gar nicht zählen!
- Die Löffel-Regel: Gar keine! Fülle das Sieb deines Kännchens einfach bis zum Rand locker mit Kaffeemehl auf. Streiche es glatt, aber drücke es nicht fest. Das Kännchen gibt die Menge durch seine Größe ohnehin selbst vor.
- Tiefer ins Thema: Mehr Tipps für cremige Ergebnisse findest du in unserem Guide Kaffee zubereiten mit dem Espressokocher.
2. Filterkaffeemaschine und Handfilter
Der ungeschlagene Klassiker in unseren Küchen.
- Die Löffel-Regel: Nimm 2 gehäufte Esslöffel für einen großen Becher (250 ml). Bereitest du direkt einen ganzen Liter in der Maschine zu, brauchst du etwa 7 bis 8 gehäufte Esslöffel.
- In Gramm: Die goldene Regel für Filterkaffee liegt bei etwa 60 Gramm pro Liter Wasser (also ca. 15 Gramm pro Becher).
- Tiefer ins Thema: Hol das Beste aus deinem Handfilter heraus mit unserem Handfilter Brew Guide. Für Filterkaffeemaschinen kannst du dich an der Zubereitungsanleitung für die Moccamaster orientieren.
Wir schmecken Traube, Nougat und Geröstete Haselnuss. Was schmeckst du?
Probiere BOM DIA Espresso.
3. French Press (Stempelkanne)
Da der Kaffee hier vollständig im Wasser badet (Full Immersion), darf es oft ein kleines bisschen mehr sein.
- Die Löffel-Regel: Nimm 2 bis 3 gehäufte Esslöffel für einen großen Becher (250 ml), je nachdem, ob du einen sanften oder sehr kräftigen Körper bevorzugst.
- In Gramm: Rechne mit etwa 65 Gramm Kaffeepulver auf einen Liter Wasser (ca. 16 bis 17 Gramm pro Becher).
- Tiefer ins Thema: So gelingt der Stempel-Kaffee perfekt: Kaffeezubereitung mit der French Press.
4. Siebträgermaschine (Espresso)
Hier wird es knifflig, denn beim Espresso gibt es keine Einheitstasse und es baut sich hoher Druck auf. Löffel-Maße funktionieren hier leider nicht gut.
- In Gramm: Für einen klassischen "Doppio" (doppelten Espresso) füllst du 16 bis 18 Gramm sehr fein gemahlenen Kaffee in den Siebträger. Daraus solltest du in etwa 25 bis 30 Sekunden rund 32 bis 45 Gramm flüssigen Espresso beziehen (Brühverhältnis 1:2 bis 1:2,5).
- Tiefer ins Thema: In unserem Espresso Brew Guide erklären wir dir, wie du den perfekten Shot ziehst.
5. Traditioneller Mokka (Cezve / Ibrik)
Die älteste Zubereitungsmethode für Kaffee erfordert das feinste Pulver – fast wie Puderzucker.
- Die Löffel-Regel: Nimm 2 gehäufte Teelöffel für ein kleines Mokka-Tässchen (70 ml Wasser).
- In Gramm: Das Standardverhältnis ist 1 Teil Kaffee auf 10 Teile Wasser (also z. B. 7 Gramm Kaffee auf 70 ml Wasser).
- Tiefer ins Thema: Die Faszination hinter dem Sand und Kupferkännchen gibt's hier: Die älteste Zubereitungsmethode für Kaffee.
Pro-Tipp: Warum sich eine Waage langfristig trotzdem lohnt
Du hast jetzt deine schnellen Antworten und kannst direkt losbrühen. Wenn du allerdings Lust hast, die Geschmacksvielfalt von Spezialitätenkaffees noch intensiver zu erkunden, kommst du an einer kleinen Waage irgendwann nicht mehr vorbei.
Der Grund ist simpel: Kaffeebohnen haben, je nach Varietät und Röstung, ein unterschiedliches Volumen. Eine hell geröstete Bohne aus Äthiopien wiegt bei gleich aussehender Menge auf dem Löffel mehr als eine dunkle Röstung aus Brasilien. Da wir bei unseren Röstungen bewusst auf stark dominante, klassische Röstaromen verzichten und lieber den Kaffee als Frucht zelebrieren, hilft dir eine Waage enorm dabei, genau die süßen oder fruchtigen Nuancen zuverlässig in deine Tasse zu bringen.
Dir muss es schmecken
Egal, ob akribisch abgewogen oder entspannt gelöffelt – das Wichtigste ist, dass dir dein Kaffee schmeckt und du Freude am Ausprobieren hast. Wir möchten dich genau dazu ermutigen: Entdecke, wie unterschiedlich Kaffee schmecken kann!
Wie hältst du es zu Hause? Bist du eher Team Augenmaß am frühen Morgen oder greifst du für jede Tasse zur Waage?










